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Sterilisation beim Mann


Vielen Männern ist beim Gedanken an die eigene Sterilisation etwas mulmig zumute. Dabei ist der Eingriff mittels moderner Operationsmethoden unkompliziert.

Bei der Sterilisation beim Mann (Vasektomie) wird in aller Regel zwischen drei Methoden unterschieden. Dabei ist der Eingriff eigentlich immer der gleiche, lediglich die Art und Weise der Betäubung ist unterschiedlich. Bei der Vasektomie wird der Samenleiter durchtrennt und Männer können anschließend keine Kinder mehr zeugen. Bei der konservativen Vasektomie wird ein kleiner Schnitt gemacht, die beiden Samenleiter angehoben und etwa ein 1 bis 3 cm langes Samenleiterstück entnommen. Die Enden werden anschließend verödet und doppelt vernäht. Das Ganze geschieht natürlich unter Betäubung. Der Eingriff mag für manchen Mann vielleicht etwas besorgniserregend klingen, ist aber in aller Regel harmlos. Es kommt zu keinen Komplikationen und der Patient verspürt nach dem Eingriff keine größeren Schmerzen. Die No-Scalpel-Methode scheint für viele Männer verlockender. Dabei wird der Samenleiter ebenfalls im Hodensack ertastet und durch die Haut mit einer Klemme fixiert. Allerdings findet dann ebenfalls ein Mini-Schnitt statt, um die Samenleiter zu durchtrennen. Die Bezeichnung „ohne Skalpell“ ist daher etwas irreführend. Bei dieser Methoden, die in den USA sehr verbreitet ist, muss allerdings anschließend nicht genäht werden, sondern das entstandene Loch wächst von alleine wieder zu. Bei Operationen kann es immer zu Hämatomen kommen, auch bei diesen Eingriffen. Bei der No-Scalpel-Methode ist der Bluterguss in aller Regel allerdings weniger groß. Jedoch bedarf es bei der konservativen Methode keiner Wundkontrolle und es verbleibt keine Narbe, weil sich der Faden von selbst auflöst. Die dritte Methode ist die „No-needle-no-scalpel“-Methode, welche identisch mit der „no-scalpel“-Methode ist. Es gibt jedoch keine Betäubungsspritzen (deshalb „no needle“), sondern es wird eine spezielle, nadellose Betäubungstechnik angewandt. Dabei wird mittels Luftdruck ein Betäubungsmittel in die Haut um die Samenleiter herum gepresst.

Keine Änderungen beim Samenerguss
Männer müssen sich nach der Vasektomie keine Gedanken über mangelnden Samenabfluss oder den Samenerguss machen. Produzierte Spermien werden vom Nebenhoden resorbiert, also vom Körper wieder abgebaut und aufgenommen. Auch die Menge, das Aussehen und der Geruch des Spermas bleiben nach dem Eingriff gleich. „Dennoch sollte nicht direkt nach der OP Sex oder Sex ohne Verhütung stattfinden“, betont Dr. Volker Brenneke, Experte für urologische Operationen in Berlin. Denn zwischen Hoden und Penis liegen die Prostata und die Samenblase, in der noch Spermien gespeichert sind. Erst etwa drei Monate nach der Vasektomie und mehrmaligen Ejakulationen sind die Spermien dort verschwunden. Bevor Sex ohne Verhütung stattfinden kann, muss mit Spermiogrammen die Zeugungsunfähigkeit durch einen Urologen bescheinigt sein. Männer, die sich eine Vasektomie wünschen, sollten ihre Entscheidung gut überdenken. Denn drei bis fünf Prozent der Männer, die eine Vasektomie hatten, wollen später dann noch einmal Kinder, beispielsweise aufgrund neuer Partnerinnen, die einen Kinderwunsch haben. Eine Vasektomie ist endgültig. Mit einem sehr aufwändigen Verfahren können jedoch die Stränge unterm Mikroskop wieder zusammengenäht werden. Doch damit ist die Zeugungsfähigkeit nicht vollständig wiederhergestellt. Denn die Wahrscheinlichkeit danach nochmal Vater zu werden, liegt bei nur 50 bis 60 Prozent.